Buchempfehlung: Von Zeitlupensymphonien und Marzipantragödien

Buchempfehlung: Von Zeitlupensymphonien und Marzipantragödien – Radek Knapp

In diesen „Notizen eines Möchtegern-Österreichers“ berichtet der Schriftsteller über die Gemeinsamkeiten von Österreichern und Polen, seine ersten Erlebnisse in Wien und seine Anfänge als Autor. Als zwölfjähriger Bub kam Radek Knapp „für eine Woche zu Besuch“ nach Wien – geblieben ist der gebürtige Pole bis heute.

Ein angenehm leicht zu lesendes Buch, das einen immer wieder zum Lachen und Lächeln bringt, nicht ohne trotzdem auf humorvolle Weise österreichischen Wahrheiten sehr nahe zu kommen.

Radek Knapp schafft es, überall genau zu beobachten, egal ob in der Kapuzinergruft, beim Einkaufen oder im Heurigen, und jeweils die Quintessenz des Österreichischen anzusprechen. Herrlich zum Beispiel seine Einteilung der österreichischen Beamtenschaft in vier Typen – wenn wir auch wissen, dass „nicht alle“ so sind.

Ist schon Deutsch eine schwer zu erlernende Sprache, so stößt der Autor im Bemühen, den Wiener Dialekt zu verstehen auf eine Menge zusätzliche Schwierigkeiten – das kann ihm sogar jeder Westösterreicher nachempfinden.

Besonders lustig ist auch die Schilderung des (angeblich nur in Österreich zu hörenden) Rufes nach einer „zweiten Kasse“. Seitdem muss man recht oft auch beim Einkaufen an das Buch denken.

In nicht geordneter Reihenfolge werden die unterschiedlichsten Themen aufgegriffen, und Radek Knapp vermag es immer wieder einen dazu zu bringen, während des Lesens laut zu lachen. Am liebsten würde man jede einzelne dieser Betrachtungen zitieren – aber dann bliebe ja kein Grund mehr, dieses humorvolle Buch selbst zu lesen. So bleibt nur eines zu sagen: Absolute Empfehlung!

Radek Knapp wurde in Warschau geboren lebt heute in Wien. Nach der Matura studierte Knapp Philosophie und verdiente sich seinen Lebensunterhalt mit verschiedenen Gelegenheitsjobs. Sein Durchbruch als Autor gelang 1994 mit dem Erzählband „Franio“, für den Knapp den „Aspekte“-Literaturpreis erhielt. Seine literarischen Bestseller erscheinen in zahlreichen Auflagen und Sprachen, darunter der Publikumserfolg »Herrn Kukas Empfehlungen«, »Franio«, »Reise nach Kalino«, »Der Mann, der Luft zum Frühstück aß« oder »Gebrauchsanweisung für Polen«.

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